Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft, Landshut
Einblicke in die Verflechtungen eines Großhaushaltes

Im Rahmen der Unterrichtsfächer Ernährungslehre, Gemeinschaftsverpflegung und Küchenpraxis besichtigten die Studierenden der Landwirtschaftsschule Landshut, Abteilung Hauswirtschaft, im Dezember 2018 das Senioren Wohn- und Pflegeheim St.-Jodok-Stift in der Landshuter Freyung.

Heimleiter Stephan Bitzinger freute sich über das Interesse der angehenden Hauswirtschafterinnen. Er betonte, dass gut ausgebildete Fachkräfte das größte Potenzial eines gut funktionierenden Hauses seien.
Mehrere Personen stehen hinter Geländer auf einer Rampe
Auf der Station
Zunächst besichtigte die Gruppe einen Wohnbereich mit Aufenthaltsräumen. "Unsere Leistungen orientieren sich an der Eigenständigkeit und den Lebensgewohnheiten der von uns zu betreuenden Personen", hob der Heimleiter hervor. "Unser oberstes Ziel ist es, dass sich die Bewohner angenommen und wohl fühlen."
Hauswirtschaftsleiterin Franziska Weiniger berichtete über ihre Managementaufgaben in Haus und Wäscherei. Sie informierte über den Ablauf des hauseigenen Wäschekreislaufes und hob die hygienischen Anforderungen hervor, die in einem Seniorenheim beachtet werden müssen.
Die Studierenden bekamen Einblicke in die Organisation der Reinigungsarbeiten auf einer Station, basierend auf einem optimal ausgeklügelten Personal-Einsatzplan.
Beeindruckende Großküche
Küchenleiter Roland Harnack präsentierte stolz die neue Großküche, die er vor drei Jahren beziehen konnte. Eine neue Generation an Geräten erleichtert die Arbeit des Küchenteams, wie z. B. der Flexi-Jet – ein riesiger Schnellkochtopf - oder die drei großen Kombidämpfer. Die Küche gliedert sich in die Bereiche Anlieferung, Lager, Vorbereitung, Zubereitung, Speisenausgabesysteme, Rücklauf, Geschirrreinigung und Entsorgung.
Schwerpunkte des Speiseplans
Harnack erläuterte die betriebswirtschaftlichen Vorgaben, das Bestellsystem sowie die Dokumentationsarbeit in einer Großküche. "Essen spielt bei uns im Stift eine große Rolle", so Roland Harnack. "So ist es selbstverständlich, dass täglich frisch und ausgewogen gekocht wird. Soweit möglich, werden dazu saisonale und regionale Zutaten verarbeitet." Beeindruckt waren die Studierenden, wie appetitlich die Gerichte für Heimbewohner mit Schluckbeschwerden aufbereitet werden. Abschließend beantwortete Harnack offene Fragen wie: Nach welchen Kriterien erstellen Sie Ihren Speiseplan? Welche Anforderungen stellen Sie an die Qualifikation einer Mitarbeiterin mit dem Ausbildungsberuf Hauswirtschaft?