Coaching Kitaverpflegung

Kleines Mädchen mit Zöpfen hält Gabel in der Hand und isst Gemüse

© Thinkstock

Das Coaching unterstützt Kitas dabei, ihre Mittagsverpflegung gesund und qualitätsbewusst zu gestalten.

Was und wie Kinder essen und trinken, beeinflusst ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und Ernährungsverhalten. Die Kitaverpflegung leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Sie kann Vorbild für eine gesunde Ernährung sein, die gut schmeckt, nachhaltig und ökonomisch ist. Immer mehr Kitas wollen ihr Mittagessen entsprechend gestalten. Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Niederbayern unterstützt sie dabei mit dem Coaching Kitaverpflegung.

Coaching 2018/19 in Niederbayern

In gemeinsamen Veranstaltungen erhalten die Teilnehmer Ideen und Anregungen, um die Bayerischen Leitlinien Kitaverpflegung umzusetzen – von der Gestaltung der Speisepläne nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bis hin zu mehr Nachhaltigkeit. Zusätzlich begleiten Coaches die Einrichtungen ein Kitajahr lang vor Ort - gemäß dem Motto:
"Individuelles Coaching führt zu kreativen Lösungswegen."
Das Coaching startet im September 2018 und endet im Juli 2019.

Ansprechpartnerinnen

Maria Reichmeyer
AELF Landshut
Klötzlmüllerstraße 3
84034 Landshut
Telefon: +49 871 603-113
Fax: 0871 603-118
E-Mail: poststelle@aelf-la.bayern.de
Angela Dreier
AELF Landshut
Klötzlmüllerstraße 3
84034 Landshut
Telefon: +49 871 603-201
Fax: 0871 603-118
E-Mail: poststelle@aelf-la.bayern.de

Email 2: Schulverpflegung@aelf-la.bayern.de

Jutta Semmler
AELF Landshut
Klötzlmüllerstraße 3
84034 Landshut
Telefon: +49 871 603-202
Fax: 0871 603-118
E-Mail: poststelle@aelf-la.bayern.de

Email 2: Schulverpflegung@aelf-la.bayern.de

Rückblick

Teilnehmende Kitas 2017/18

Folgende Kitas in Niederbayern wurden von September 2017 bis Juli 2018 von einer Ernährungsfachkraft individuell gecoacht:

Kinderwelt St. Michael Binabiburg, Bodenkirchen

Kita Binabiburg Außenansicht
Kinderwelt St. Michael Binabiburg, Bodenkirchen
In der Kinderwelt St. Michael in Binabiburg/Bodenkirchen vereint sich Kinderkrippe und Kindergarten in einem Haus. Eine warme Mittagsverpflegung an fünf Tagen pro Woche wird angeboten. Ein örtliches Cateringunternehmen liefert Hauptgerichte, Beilagen, Salat/Rohkost und Nachtisch in Warmhalteboxen an. Durchschnittlich nehmen 40 Kinder an der Mittagsverpflegung teil. In der Krippe wird um 11.30 Uhr und im Kindergarten um 12.00 Uhr gegessen. Jede Mahlzeit wird mit 2,90 € berechnet und monatlich abgerechnet.
Ziele und Lösungswege
Der Speiseplan soll hinsichtlich DGE Qualitätsstandards zu 100% erfüllt werden. Insbesondere sollen vermehrt Fisch, Vollkornprodukte, vegetarische Gerichte, Gemüse und weniger Süß-speisen auf den Speiseplan. Unterstützt werden soll das Ganze durch Aktionstage mit den Kindern und einen lebendigen Speiseplan zur Akzeptanzsteigerung.
Eine Leistungsbeschreibung zum Verpflegungsangebot soll schriftlich verankert werden als Grundlage für alle Beteiligten und zudem ins pädagogische Konzept eingearbeitet werden.
Durch die Teilnahme der Verpflegungsverantwortlichen an allen Gruppenveranstaltungen und das aktive Mitarbeiten während des Coachings wurde der Speiseplan optimiert. Süßspeisen und Fleischgerichte werden durch mehr vegetarische und Fischgerichte ersetzt. Zusätzlich wird mehr Gemüse, Salat oder Rohkost als Vorspeise bzw. Beilage angeboten. Als Anregung dient die FIT KID - Rezeptdatenbank.
Ergebnisse
Der Speiseplan erfüllt die Vorgaben der DGE zu 100 %. Sowohl vegetarische als auch Fischgerichte, mehr Gemüse und Salat bzw. Rohkost und mehr Obst und Milchprodukte werden angeboten. Auch die Aufnahme von Vollkornprodukten im Speiseplan und deren Akzeptanz bei den Kindern wurde durch das pädagogische Personal erfolgreich umgesetzt.
Ein bildlich gestalteter Speiseplan direkt im Eingangsbereich der Kita spricht sowohl Eltern als auch Kinder an. Kinder beteiligen sich aktiv am Tischdecken und abräumen, auch auf die Tischdekoration wird verstärkt Wert gelegt. Zur Akzeptanzsteigerung und als Feedbacksystem für die Speisenanbieterin wurde ein Bewertungssystem eingeführt.
Aktionstage wie z. B. der Besuch eines Erdbeerfeldes oder beim Biolandwirt werden gemeinsam mit den Kindern durchgeführt.
Sowohl eine Leistungsbeschreibung zwischen Kindergarten und Speisenanbieter als auch das erarbeitete Verpflegungsleitbild erleichtern die Kommunikation aller Beteiligten.

Stimmen zum Coaching:

  • Leitung: "Erweiterung der Vielfalt unseres Essensangebots durch die Einführung und Akzeptanz neuer Produkte."
  • Verpflegungsbeauftragte: "Kinder essen das Gemüse mittlerweile gerne, auch diejenigen Kinder, die vorher kein Gemüse gegessen haben!"
  • Verpflegungsbeauftragte: "Kinder lassen an den Speisenanbieter einen schönen Gruß ausrichten, wenn das Essen besonders lecker war."
  • Leitung: "Die Kinder sind begeistert von dem Bewertungssystem mit Smileys und dem bebilderten Speiseplan im Eingangsbereich."
  • Kinder: "Heute war es superlecker."

AWO Kita Isarkiesel, Landshut

Außenansicht Kita Isarkiesel Landshut
AWO Kindertagsstätte Isarkiesel, Landshut
Die AWO Kindertagesstätte Isarkiesel verfügt über 61 Betreuungsplätze für Kinder im Alter von 2 Jahren bis zum Schuleintritt. Eine warme Mittagsverpflegung wird an fünf Tagen pro Woche angeboten und von allen anwesenden Kindern wahrgenommen. Die Belieferung der Kita erfolgt durch einen Bio-zertifizierten Cateringbetrieb. Die Mittagessenspauschale beträgt für ein Kindergartenkind 68 € im Monat. Angeboten werden Kombinationen aus Hauptgericht, Beilagen, Salat/Rohkost, Obst oder Nachtisch. Die Mittagsverpflegung wird in drei Gruppen verteilt eingenommen.
Ziele und Lösungswege
Der Speiseplan soll im Hinblick auf den DGE Qualitätsstandard für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder überprüft und optimiert werden. Die Tierart bei Fleischgerichten wird bisher nicht immer benannt.
Wunschessen der Kinder sollen soweit möglich häufiger angeboten werden. Als Maßnahme zur Ernährungsbildung wird eine Aktion mit Kindern beim Speisenanbieter geplant. Der Preis des Essens führt regelmäßig zu Diskussionen mit den Eltern. Hier soll mehr Transparenz geschaffen werden.
Durch den Speiseplancheck wird der Optimierungsbedarf im Speiseplan aufgedeckt und kann so gezielt in Absprache mit dem Coach verbessert werden. Da vom Bio-Caterer konzeptbedingt wenig Fleisch und Fisch angeboten werden, soll der Speiseplan auch speziell auf andere Eiweiß-Komponenten überprüft werden (z. B. Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Ei).
Ergebnisse
Die Speisepläne erfüllen weitgehend die Vorgaben der DGE – das gesteckte Ziel des Coachings ist somit erreicht. Alle Kriterien außer für Fisch werden erfüllt. Fisch steht nur einmal in 20 Tagen auf dem Speiseplan, fettreicher Fisch gar nicht. Grund: 100%ige Bio-Qualität legt viel Wert auf Nachhaltigkeit, die beim Fischfang sehr umstritten ist. Zudem ist Bio-Fisch sehr teuer. Um die Versorgung der Kinder mit essentiellen Fettsäuren zu verbessern, wird hier alternativ Leinöl in Dips und Soßen verwendet.
Wunschgerichte werden von Zeit zu Zeit in den Speiseplan aufgenommen und kenntlich gemacht. Vegetarische Alternativgerichte werden nun auch im Speiseplan angeführt. Die Tierart bei Fleischgerichten wird benannt.

Gemeindekindergarten "Gänseblümchen", Hohenthann

Kindergarten Hohenthann Außenansicht
Gemeindekindergarten "Gänseblümchen", Hohenthann
Der Gemeindekindergarten "Gänseblümchen" in Hohenthann betreut in etwa 100 Kindergartenkinder im Alter von 3 bis 6 Jahren. Eine warme Mittagsverpflegung an fünf Tagen pro Woche wird angeboten, täglich nehmen 40 Kindern daran teil. Die Kita wird mit Tiefkühlwaren (schockgefrostet) beliefert. Der Essenspreis liegt bei 2 € pro Mahlzeit. Angeboten werden Kombinationen aus Hauptgericht, Beilagen, Salat/Rohkost, Obst und Nachtisch. Die gelieferten Einheiten werden in der Einrichtung von zwei Teilzeitkräften selbst aufbereitet und ergänzt. Die Mittagsverpflegung wird in drei Gruppen verteilt eingenommen.
Ziele und Lösungswege
Die 100%ige Optimierung des Speiseplans entsprechend den DGE Qualitätsstandards für die Kitaverpflegung ist das Hauptziel für die Einrichtung. Nach der 1. Auswertung sollen mehr Fisch, auch fettreicher Seefisch, vegetarische Gerichte, Vollkornprodukte, Gemüse, Hülsenfrüchte, Rohkost und weniger Süßspeisen, frittierte und panierte Gerichte auf den Speiseplan.
Zudem soll ein Verpflegungsleitbild nach den Vorgaben der DGE zur Mittagsverpflegung erarbeitet und ins pädagogische Konzept eingepflegt werden.
Auch die Verbesserung der Arbeitsabläufe bei der Zubereitung und Essensausgabe sollen verbessert werden.
In die Speisepläne wurden der fehlende fettreiche Seefisch sowie Vollkornprodukte zusätzlich aufgenommen, auch die Menge des Obstes wurde deutlich erhöht. Soweit wie möglich wer-den regionale Anbieter bevorzugt (z. B. Obst, Eier, Gemüse, Fleisch, Wurst, Brot usw.)
Der Einkauf der Lebensmittel wird ab sofort zwischen den bei Küchenkräften abgesprochen und aufgeteilt.
Ein zweiter Servierwagen wurde angeschafft, die Abholung der Speisen durch die entsprechenden Gruppen organisiert, Tischverhalten der Kinder besprochen (Besteck, Servietten).
Ergebnisse
Der Speiseplan erfüllt die Vorgaben der DGE zu 100 %; schmackhafte vegetarische Gerichte und Fischgerichte stehen regelmäßig auf den Plan. Obst, Gemüse, Milchprodukte und Eier werden von regionalen Anbietern bezogen. Auch der Bio-Anteil der Mittagsmahlzeit ist auf ca. 15 % erhöht worden. Durch die Etablierung des pädagogischen Happens und eine verbesserte Tischkultur nehmen die Kinder begeistert am Mittagessen teil.
Eine Arbeitserleichterung wurde sowohl durch einen optimierten Einkauf der Lebensmittel als auch durch die Anschaffung eines zweiten Servierwagens erreicht. Die Essensausgabe ist verbessert worden - eine große Erleichterung für das Küchenpersonal und die Verpflegungsverantwortlichen.
Ein schriftliches Verpflegungsleitbild als Basis für eine gute Kommunikation wurde angefertigt und soll langfristig in das pädagogische Konzept aufgenommen werden.
Stimmen zum Coaching:
"Coaching ist gut, wir sind auf einem guten Weg zur Optimierung unseres Mittagessens. Wir sind allerdings schon gefordert und unsere Speisepläne müssen geändert werden. Was bisher machbar war, haben wir geändert oder schon umgesetzt. Beim Einkauf wird seit Beginn des Coachings sehr viel mehr auf regionale, saisonale und Bioprodukte geachtet."
"Leitung und Verpflegungsbeauftragte benötigen sehr viel Überzeugungskraft, Konsequenz und Durchsetzungsvermögen, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Daher ist der Zeitaufwand für das Coaching in unserer Einrichtung immens."

Kita Kastanienburg, Landshut

Kita Kastanienburg Außenansicht
Kindertagesstätte Kastanienburg, Landshut
Die Kita Kastanienburg in Landshut vereint Krippe, Kindergarten und Hort in einem Haus. Insgesamt werden die Kinder in 13 Gruppen betreut. Fünf Tage pro Woche bereitet ein dreiköpfiges Küchenteam eine Menülinie aus Hauptgericht, Beilagen, Salat/ Rohkost, Obst oder Nachtisch zu. Täglich verlassen ca. 220 Essen die hauseigene Küche zum Preis von 2,60 € pro Mahlzeit. Die Abrechnung erfolgt monatlich. Die Essenszeit beginnt um 11.30 Uhr für die Krippe, um 12.00 Uhr für den Kindergarten und um 13.00 Uhr für den Hort. Dabei werden die Mahlzeiten in zwei Schichten frisch von der Küche zubereitet, um lange Warmhaltezeiten zu vermieden.
Der Essensbeitrag ändert sich ab Januar 2018 auf 3,25 € pro Mahlzeit.
Ziele und Lösungswege
Die Erfüllung der DGE Qualitätsstandards für die Mittagsverpflegung wird zu 100 % angestrebt. Es gilt das Angebot an Vollkornprodukten, Gemüse, (fettreichen) Seefisch, Obst und süßen Hauptgerichten zu optimieren. Eine Herausforderung dabei ist es, das Essen altersgerecht, schmackhaft und kulturspezifisch anzubieten.
Zur Akzeptanzsteigerung und Einbindung der Kinder wird ein Bewertungssystem eingeführt. Auch personalisierte Tischsets dienen zur Unterstützung. Die schrittweise Aufnahme von Bio-Produkten in das Mittagsangebot wird als weiteres Ziel angestrebt.
Mit dem ersten Speiseplancheck konnten bereits 60 % der DGE-Kriterien erfüllt werden. In Absprache mit dem Coach wurde dieser 4-Wochen-Speiseplan auf 100 % optimiert. Durch Reduzierung der Fleischgerichte erhöhte sich der Anteil an Fisch und Gemüse im Speiseplan. Zur Sicherstellung der Omega-3-Fettsäuren wird nicht nur auf fettreichen Seefisch gesetzt, sondern auch vermehrt mit Leinöl gearbeitet. Obst und Gemüse werden als erstes in Bioqualität bezogen. Nach weiteren (regionalen) Bio-Lieferanten wird gesucht, um das Spektrum an Bioprodukten auszuweiten.
Ergebnisse
Die Speisepläne erfüllen zu 100 % die Richtlinien der DGE. Es werden Vollkornprodukte, mehr Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Seefisch im Speiseplan eingebaut und auf die kulturspezifischen Belange geachtet.
Zudem wurden Kooperationspartner gesucht, um mehr regionale und auch Bio-Lebensmittel einzuführen. Die Kita verwendet nun mit Ausnahme von Fleisch, Fisch und Brot alle Lebensmittel in Bio-Qualität, die möglichst auch aus der Region stammen.
Durch das Anlegen einer Kräuterspirale, eines Gemüsebeets und den Bau eines Hühnerstalls mit dem täglichen Füttern der Hühner durch die Kinder wird der Zusammenhang zur Landwirtschaft hergestellt.
Zur Akzeptanzsteigerung arbeiten die Kinder beim Tischdecken aktiv mit. Außerdem wurden personalisierte Tischsets gebastelt und ein Bewertungssystem eingeführt.
Stimmen zum Coaching

Essensgremium:

  • "Wir kochen jetzt überwiegend Bio und regional."
  • "Ein kindgerechter Speiseplan, der die Empfehlungen der DGE erfüllt ist uns sehr wichtig."
  • "Wir haben Bewusstsein für gesundes Essen sowohl bei den Eltern als bei den Kindern erreicht."
  • "Kinder bewerten das Essen mit Begeisterung."
  • "Die gute Unterstützung durch den Coach hat uns sehr geholfen."

Kinderkrippe Krabbelkäfer, Langquaid

Außenansicht Krippe Langquaid
Kinderkrippe Krabbelkäfer, Langquaid
Die Kinderkrippe betreut 33 Kinder im Alter von 6 Monaten bis 3 Jahren. Eine warme Mittagsverpflegung an fünf Tagen pro Woche wird von einer Köchin vor Ort zubereitet. Alle Kinder nehmen am Mittagessen zum Preis von 1,85 € teil. Zusätzlich wird der Kindergarten im Obergeschoss mit ca. 10 Essen beliefert. Angeboten werden Kombinationen aus Hauptgericht, Beilagen, Salat/Rohkost, Obst oder Nachtisch. Die Krippenkinder essen in den drei jeweiligen Gruppenräumen.

Ergebnisse

  • Zwei optimierte Vier-Wochen-Speisepläne erfüllen die Empfehlungen der DGE zu 100 %. Ein weiterer Vier-Wochen-Speiseplan erfüllt 86 % der Empfehlungen. Hier fehlt z. B. der fettreiche Fisch aufgrund der stärkeren Berücksichtigung von Regionalität und MSC-Siegeln.
  • Das Mittagessen enthält nun weniger Fleischgerichte und Süßspeisen, dafür mehr vegetarische Gerichte, mehr Gemüse und Salat, sowie mehr Obst, Vollkorn- und Milchprodukte.
  • Das Konzept der Einrichtung wurde mit einem Verpflegungsleitbild erweitert. Dies erleichtert zukünftig die Arbeit und Kommunikation in der Krippe.
  • Es werden vermehrt Bio-Produkte verwendet, z. B. liefert ein Biohof in der Nähe v.a. Gemüse einmal pro Woche an die Krippe. Vor allem konnte auch der Anteil regionaler und saisonaler Lebensmittel im Speiseplan im Laufe des Coachings weiter erhöht werden.
  • Die Kennzeichnung der Zusatzstoffe und Allergene auf dem Speiseplan wurde überprüft und optimiert.
  • Der Speiseplan wird mit Fotos ausgehängt, um Kindern das Angebot zu veranschaulichen. Zusätzlich wünschen sich die Eltern den Plan auf der Website, die Umsetzung wird bis Ende des Kitajahres erfolgen.

Stimmen zum Coaching

  • Essensgremium:
    "Sehr wichtig ist uns Saisonalität und Nachhaltigkeit bei der Erstellung der Speisepläne."

Kindergarten/-krippe St. Michael, Rain

Außenansicht Kita St. Michael, Rain
Kindergarten/-krippe St. Michael, Rain
Der Kindergarten und Krippe St. Michael betreut insgesamt ca. 127 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren. Eine warme Mittagsverpflegung an fünf Tagen pro Woche wird angeboten und von ca. 70 Kindern wahrgenommen. Die Belieferung der Kita erfolgt durch einen örtlichen Speisenanbieter, der zusätzlich die Grundschule Rain mit ca. 100 Essen beliefert. Der Preis pro Essen variiert für Krippe und Kindergarten liegt bei 2,20 € bzw. 3,20 €. Angeboten werden Kombinationen aus Hauptgericht, Beilagen, Salat/Rohkost, Obst oder Nachtisch. Die Krippenkinder essen in den zwei jeweiligen Gruppenräumen. Für die Kindergartenkinder steht ein separater Essensraum zur Verfügung, in dem in zwei Schichten gegessen wird.
Ziele und Lösungswege
Der Speiseplan enthält nach einem ersten Check zu viele süße Hauptgerichte, zu wenig Gemüse, Salat und Vollkornprodukte.
Bisher werden v. a. Kartoffeln und Gemüse von einem Direktvermarkter bezogen. Die Regionalität beim Lebensmitteleinkauf soll noch weiter gesteigert werden.

Ergebnisse

  • Die aktuellen Speisepläne erfüllen zu 100 % die Empfehlungen der DGE. Zudem wurde die Zusatzstoff- und Allergenkennzeichnung auf den Plänen optimiert und vereinfacht. Vollkornprodukte wurden im Speiseplan eingebaut und von den Kindern gut angenommen. Die Tierart bei Fleischgerichten wird zukünftig benannt.
  • Das Sortiment der regionalen Produkte ist mit Milchprodukten erweitert.
  • Zur Arbeitsentlastung der Speisenanbieterin wird nun vom regionalen Landmarkt einmal wöchentlich die bestellte Ware angeliefert.
  • Ein schriftliches Verpflegungsleitbild zum Mittagessen wurde formuliert und in das Konzept der Einrichtung aufgenommen.
Stimmen zum Coaching
Kitaleitung und Verpflegungsbeauftragte: "Seit dem Coaching wurde bereits einiges umgestellt. Die neuen Speisen kommen bei den Kindern sehr gut an. Alle Beteiligten sind auf dem richtigen Weg!"

Kindergarten St. Nikolaus Erlach, Simbach

Kindergarten St. Nikolaus Erlach/Simbach, Außenansicht
Kindergarten St. Nikolaus Erlach, Simbach
Zum Kindergarten St. Nikolaus gehören eine Kinderkrippe und ein Hort. Warme Mittagsverpflegung gibt es an fünf Tagen pro Woche. Ein örtliches Cateringunternehmen liefert das Essen in Warmhalteboxen. 70 bis 80 Kita-Kinder und 12 Hortschüler nehmen täglich an der Mittagsverpflegung teil. Krippenkinder essen ab 11.50 Uhr, Kindergartenkinder und Hortschüler ab 12.15 Uhr gruppenweise in Tischgemeinschaften mit Betreuern. Die Abrechnung erfolgt im Monatsabonnement für das ganze Jahr, differenziert nach Anzahl der Verpflegungstage des Kindes pro Woche sowie nach Krippenkinder und Kindergartenkind bzw. Schüler. Der Preis beträgt somit ca. 2,00 € pro Mahlzeit (Krippe) und 2,60 € für Kindergarten/Hort.
Lösungswege
Durch intensivere pädagogische Begleitung sollen die Kinder mit den Änderungen beim Speiseplan im Sinne einer gesundheitsförderlichen Verpflegung vertraut gemacht werden. Auch die entsprechende Kommunikation mit den Eltern wird als Ziel verfolgt.
In einem ersten Korrektur-Speiseplancheck konnte bereits ein 4-Wochen-Speiseplan mit entsprechenden Änderungen im November/Dezember umgesetzt werden. Die Akzeptanz neuer Gerichte wird erfasst und für künftige Speisepläne berücksichtigt.
Ergebnisse
Die aktuellen Speisepläne erfüllen zu 100 % die Empfehlungen der DGE. Zudem wurden die Zusatzstoff- und Allergenkennzeichnung und das Hygienekonzept überarbeitet. Vollkornprodukte und mehr Gemüsegerichte sind im Speiseplan eingebaut und werden von den Kindern auch akzeptiert. Neue Rezepturen und Speisen werden durch sofortige Rückmeldung an den Speisenanbieter hinsichtlich der Akzeptanz überprüft und angepasst, so dass größere Mengen an Lebensmittelresten vermieden werden. Soweit wie möglich werden regionale, saisonale Lebensmittel verwendet. Ein schriftliches Verpflegungsleitbild zum Mittagessen wurde formuliert und in das Konzept der Einrichtung aufgenommen. Es wird auf der neu gestalteten Website vorgestellt, um den Stellenwert einer guten Verpflegung der Kinder nach außen zu kommunizieren. Begleitende Maßnahmen zur Ernährungsbildung/-erziehung haben das Coaching begleitet.

Verpflegungsleitbild Kita Erlach, Simbach pdf 147 KB

Stimmen zum Coaching

  • Verpflegungsbeauftragte Tanja Bauer: "Ich finde das Coaching sehr gut, vor allem den Speiseplan-Check. Dabei kann ganz klar aufgezeigt werden, was schon gut so ist und was verbessert werden kann!"
  • Hauswirtschaftsmitarbeiterin Johann Zweigel: "Am Anfang fand ich den Speiseplan-Check zu theoretisch, das hat sich geändert. Gemeinsam mit dem Caterer und unserem Coach haben wir viele gute Lösungswege gefunden um den Speiseplan zu optimieren. Durch Neugestaltung des Essensplans ist er auch viel abwechslungsreicher (4-Wochen-Plan) und informativer (auch für Eltern) geworden. Mehr Gemüse, Obst, Fisch und Vollkornprodukte, aber auch leckere, wenig gesüßte Nachspeisen und gute Fette stehen jetzt auf dem Plan."