Coaching Schulverpflegung

Mädchen mit Apfel in der Hand unterhält sich mit anderem Mädchen am Essenstisch.

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Das Coaching unterstützt Schulen dabei, ihre Mittagsverpflegung gesund und qualitätsbewusst zu gestalten.

Was und wie Kinder und Jugendliche essen und trinken, beeinflusst ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und Ernährungsverhalten. Die Schulverpflegung leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Sie kann Vorbild für eine gesunde Ernährung sein, die gut schmeckt, nachhaltig und ökonomisch ist. Immer mehr Schulen wollen ihr Mittagessen entsprechend gestalten. Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Niederbayern unterstützt sie dabei mit dem Coaching Schulverpflegung.
Im Schuljahr 2019/20 findet kein Coaching Schulverpflegung statt.

Ansprechpartnerinnen

Angela Dreier
AELF Landshut
Klötzlmüllerstraße 3
84034 Landshut
Telefon: 0871 603-1304
Fax: 0871 603-1999
E-Mail: poststelle@aelf-la.bayern.de
Jutta Semmler
AELF Landshut
Klötzlmüllerstraße 3
84034 Landshut
Telefon: 0871 603-1313
Fax: 0871 603-1999
E-Mail: poststelle@aelf-la.bayern.de

Rückblick

Teilnehmende Schule 2018/19

Die Schule wurde von September 2018 bis Juli 2019 von einer Ernährungsfachkraft individuell gecoacht.

Kunst-Grundschule Haidenhof, Passau

Ansicht der Grundschule Haidenhof
Kunst-Grundschule Haidenhof, Passau
Die Grundschule Haidenhof - einzige Kunst-Grundschule Bayerns und Integrations-Schule der Stadt Passau - bietet gebundene Ganztagklassen und (verlängerte) Mittagsbetreuung an. Die Schule hat derzeit 223 Schüler in den Klassenstufen 1 bis 4.
An 4 Tagen pro Woche wird Mittagessen angeboten, das ein regionaler Speisenanbieter liefert. Durchschnittlich nehmen 110 Schüler der Ganztagesklassen und der Mittagsbetreuung daran teil.
Sie essen nacheinander von 12:15 bis 13:30 Uhr in Schichten im 30-Minuten-Rhytmus. Eine Lehrkraft betreut jeweils die Gruppe. 2 Kinder übernehmen den Tischdienst. Zum Trinken gibt es Leitungswasser in Wasserkaraffen.
Für das Mittagessen wird monatlich eine Pauschale von 44 Euro berechnet.
Herausforderungen
Die Schule wünscht Unterstützung bei der Speiseplanung mit altersgerechten Portionsgrößen und kindgerechter Speisenzusammenstellung, um die Menge an Lebensmittelresten und den Anteil an Fertigprodukten zu reduzieren. Die Warmhaltezeit sowie die vorgeschriebene Kennzeichnung der Zusatzstoffe und Allergene und der Lärmpegel in der Mensa stehen auch auf der Agenda. Mehr Mitspracherecht der Schüler bei der Speisenauswahl und Ernährungsbildungsmaßnahmen in den Klassen sollen die Akzeptanz bei den Schülern verbessern.
Lösungswege
Maßnahmen, um die Qualität des Speiseplans zu verbessern und die Akzeptanz zu steigern, sind in die Wege geleitet:
  • Die Speisepläne werden gemäß DGE-Qualitätsstandard überarbeitet, die empfohlenen Speisen mit Smileys gekennzeichnet und mit altersgerechten Portionsgrößen ergänzt.
  • Die Schüler wählen jetzt die Speisen selbst aus und erhalten Informationen zu ihnen nicht vertrauten Gerichten durch die Lehrkräfte
  • Die Warmhaltezeit wurde bereits reduziert.
  • Zum Lärmschutz hängen nun Bilder.
  • Das neue Feedbacksystem nutzen die Schüler regelmäßig.
Ergebnisse
Beim Speiseplan-Check werden 75 % der vorgegebenen Kriterien erreicht. Die Speisenqualität ist gestiegen. Zum Beispiel wurden frittierte Kartoffelerzeugnisse durch frische Kartoffeln ersetzt. Die Schüler wählen zwischen zwei Gerichten, wobei kulturelle/religiöse Aspekte beim Speisenangebot täglich berücksichtigt werden. Nachschlag ist jetzt immer möglich und die Speisereste haben sich verringert. Das Ausgabepersonal bemüht sich sichtlich um die Essensteilnehmer. Die Wände des Speiseraumes wurden freundlich gestaltet und dämpfen damit auch die Lautstärke im Raum. Ernährungsbildung und Akzeptanzsteigerung werden vermehrt im Schulalltag integriert.