Investitionsförderung für Gartenbau und Sonderkulturen

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Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über (investive) Förderprogramme für Gartenbau- und Sonderkultur-Betriebe in Bayern.

Das Gartenbauzentrum Bayern Süd-Ost am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Landshut berät und unterstützt Sie gerne bei Fragen.

Einzelbetriebliche Investitionsförderung (EIF)

Teil A - Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP)
Das AFP fördert im Gartenbau Investitionen in die Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen/gartenbaulichen Primärerzeugnissen.

In der Regel waren beispielsweise folgende Investitionen förderfähig:

  • Maschinen zur Sortierung, Verpackung, Etikettierung und Aufbereitung
Teil B Diversifizierungsförderung (DIV)
Die DIV fördert grundsätzlich Investitionen, um zusätzliche Einkommensquellen in der Direktvermarktung zu schaffen.

In der Regel waren beispielsweise folgende Investitionen förderfähig:

  • Verkaufsgewächshäuser
  • Parkplätze
  • Ladeneinrichtungen und Beleuchtung

Bundesprogramm Energieeffizienz (BPE)

Das Bundesprogramm Energieeffizienz ist ein Förderprogramm für die Landwirtschaft und den Gartenbau, das Energieeinsparmaßnahmen unterstützen soll.

In der Regel waren beispielsweise folgende Investitionen förderfähig:

  • Neubau/Modernisierung von Gewächshäusern, die der Produktion dienen
  • Energieberatungen

Bayerisches Sonderprogramm Landwirtschaft (BaySL)

Grundsätzlich fördert das BaySL im Gartenbau Investitionen zur Vermeidung von Unwetter- und Insektenschäden sowie Wasserbevorratung und chemiefreie Beikrautregulierung.

In der Regel waren beispielsweise folgende Investitionen förderfähig:

  • Witterungsschutzeinrichtungen (zum Beispiel Hagelschutznetze, Regenschutzfolien, Frostschutzberegnungen) und
  • Kulturschutzeinrichtungen (zum Beispiel zur Kirschessigfliegenabwehr) für Dauerkulturen im Obst-, Garten-, Weinbau sowie bei sonstigen Sonderkulturen und Absicherung vor Insekten für den Gewächshausanbau
  • Wasserbevorratung einschließlich Pumpen in Sonderkulturen
  • Neu: Geräte zur chemiefreien Beikrautregulierung des Pflanzstreifens in Reihendauerkulturen des Gartenbaus (z. B. Obstbau, Baumschule) und des Weinbaus

Bayerisches Sonderprogramm Landwirtschaft digital (BaySL digital)

Mit dem Bayerischen Sonderprogramm Landwirtschaft Digital fördert der Freistaat Bayern Investitionen im digitalen Bereich, die vor allem das betriebliche Management optimieren, die Umweltverträglichkeit verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.

In der Regel waren beispielsweise folgende Investitionen förderfähig:

  • gelistete Software (Kassensysteme, Klimacomputer,…)
  • Sensorsysteme zur Bestimmung der Nährstoffversorgung der Kulturpflanzen,...
  • Digitale Hack- und Pflanzenschutztechnik zur Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes bei der Beikrautbekämpfung

Marktstrukturförderung

Die Marktstrukturförderung soll die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Land- und Ernährungswirtschaft stärken.
Fördergegenstände:
Speziell für gartenbauliche Betriebe, die über einen Erzeugerzusammenschluss Rohware verarbeiten und vermarkten. Grundsätzlich förderfähig sind Investitionen zur Verbesserung von Vermarktung und Verarbeitung landwirtschaftlicher/gartenbaulicher Erzeugnisse, speziell Investitionen zur Erfassung, Lagerung, Kühlung, Sortierung, Verarbeitung, Verpackung, Etikettierung, marktgerechten Aufbereitung und Vermarktung von pflanzlichen Erzeugnissen.

Förderprogramm für Hackschnitzel- und Pelletheizungen (Bioklima)

Die Förderung von Biomasseheizwerken dient der CO2-Einsparung. Gefördert werden Anlagen ab einer Nennwärmeleistung von 60 kW.

Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft (KFW / BAFA) - Kredit 295, Modul 2 unter Artikel 41 AGVO -

Mit den aktuellen Änderungen in diesem Förderprogramm werden seit 2019 auch landwirtschaftliche oder gartenbauliche Betriebe mit Standort in Deutschland gefördert. Gefördert werden im Rahmen von Modul 2 der Ersatz oder die Neuanschaffung von Anlagen zur Bereitstellung von Wärme aus Solarkollektoranlagen, Wärmepumpen oder Biomasse-Anlagen, deren Wärme zu über 50 % für Prozesse, das heißt zur Herstellung, Weiterverarbeitung oder Veredelung von Produkten oder zur Erbringung von Dienstleistungen verwendet wird. Die Antragstellung erfolgt nicht direkt bei der KfW, sondern bei einem Finanzierungspartner in Ihrer Nähe.

Landwirtschaftliche Rentenbank

Die Landwirtschaftliche Rentenbank finanziert mit attraktiven Programmen unbürokratisch und schnell agrarbezogene Vorhaben aller Art. Sie gewährt zinsverbilligte Kredite, die über die Hausbank abgeschlossen werden können.

Förderprogramme für Streuobst in Bayern

Streuobstwiesen sind ein altes Kulturgut. Sie haben jedoch mit dem Aufschwung der industriellen Obsterzeugung an Bedeutung verloren und sind durch die Intensivierung der Grünlandwirtschaft, Flurbereinigungsmaßnahmen und zunehmende Verbauung immer mehr zurückgedrängt worden. Streuobstwiesen sind jedoch enorm wertvoll, sowohl für die eigene Versorgung mit frischen Früchten und zur Verarbeitung zu verschiedenen Säften als auch für die Natur. Für viele ist es nachhaltig und wertvoll, den Erhalt und die Neuanlage von Streuobstwiesen zu fördern.

Förderung zur Erhaltung von Streuobstbeständen und Streuobstwiesen:

  • KULAP (Kulturlandschaftsprogramm)
  • VNP (Vertragsnaturschutzprogramm)

Förderung von Neuanlagen von Streuobstbeständen:

  • Nach der Bayerischen Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinie (LNPR)
  • Nach den Maßnahmen zur Biotopverbesserung des Landesjagdverbandes Bayern
  • Aktion "Mehr Grün durch ländliche Entwicklung"

Förderung der Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Streuobst:

  • Aktion Streuobst
  • EU-Schulprogramm

Ansprechpartnerin

Petra Kreuz
AELF Landshut
Am Lurzenhof 3
84036 Landshut-Schönbrunn
Telefon: 0871 603-2110
Fax: 0871 603-2199
E-Mail: poststelle@aelf-la.bayern.de