Gesetzliche Grundlagen
Düngeverordnung – was hat sich jetzt geändert, was gilt erst ab 2021?

Paragraphen

Die Düngeverordnung mit dem Ausfertigungsdatum 26.05.2017 wurde erstmals am 01.06.2017 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. In dieser Form galt sie bis 30.04.2020. Seit 01.05.2020 gilt die Düngeverordnung mit Änderungen.

Die häufigste Frage der Praktiker ist derzeit: Was muss bereits 2020 berücksichtigt werden, was tritt erst 2021 in Kraft?
Maßnahmen 2020
Grundsätzlich gelten für 2020 die Vorgaben der Düngeverordnung von 2017, allerdings mit Änderungen bei folgenden Punkten:
  • Düngebedarfsermittlung
  • Nährstoffvergleich
  • Berechnung der Grenze 170 kg N/ha und Jahr aus organischen Düngern
  • Gewässerabstände
  • Sperrfristen
  • Rote Gebiete
Maßnahmen ab 2021
Zusätzliche Vorgaben gibt es bei folgenden Punkten:
  • Rote Gebiete
  • Lagerkapazitäten

Folgende flächendeckende Maßnahmen kommen ab 2021 dazu:

  • Bei der Berechnung der Grenze 170 kg N/ha und Jahr dürfen Flächen mit Aufbringverbot für organische Dünger nicht mehr berücksichtigt werden.
  • Stickstoff- und phosphathaltige Düngemittel dürfen nicht mehr auf gefrorenen Boden ausgebracht werden.
  • Bei Wintergerste und Winterraps ist die Menge an verfügbarem Stickstoff, die im Herbst 2020 ausgebracht wurde, bei der Düngebedarfsermittlung zu berücksichtigen.

Ansprechpartner

Rainer Petzi
AELF Landshut
Am Lurzenhof 3
84036 Landshut-Schönbrunn
Telefon: 0871 603-2103
Fax: 0871 603-2199
E-Mail: poststelle@aelf-la.bayern.de