Gut für den Boden, die Umwelt und den Bauern
Direktsaat ist ackerbaulich interessant und umweltschonend

Asensio und Graf bei der Direktsaat-Praxisvorführung

Pablo Asensio, AELF Landshut, mit Franz-Josef Graf bei der Direktsaat-Vorführung

Beim Bodenschutz überschneiden sich die Interessen des Landwirts und des Umweltschutzes.

Direktsaat nach Zwischenfruchtanbau ohne Bodenbearbeitung ist für den Betrieb effizient und zugleich ein Beitrag für ein lebendiges Bodenleben und durch Aufbau von organischer Substanz ein Beitrag zum Klimaschutz über die Bindung von CO2. Das AELF Landshut sieht die positiven Effekte der Direktsaat durch die Praxisvorführung im April 2019 auf dem Betrieb Graf in Oberhaselbach bestätigt.
Was versteht man unter Direktsaat?
Die Direktsaat ist eine besonders extensive Form der konservierenden, pfluglosen Bodenbearbeitung. Bei der Direktsaat verzichtet der Landwirt im Frühjahr komplett auf die Bearbeitung und Lockerung des Bodens durch wendende Bodenbearbeitung mit dem Pflug oder flächiges Durchmischen mit dem Grubber oder der Kreiselegge. Bei der Aussaat wird der Boden nur in einem Säschlitz bearbeitet. Der Arbeitsvorgang Bodenbearbeitung/Saatbettbereitung fällt weg. Bei Trockenheit – das wird immer wichtiger – ist die Direktsaat im Vorteil, weil der Boden nur in dünnen Streifen bearbeitet wird und die Mulchauflage vor Verdunstung schützt.
Motivation für Betriebe
Die Direktsaat hilft daher der Artenvielfalt, der Umwelt und dem Bauern. "Wir wollen weitere Betriebe ermuntern, die positiven Erfahrungen mit der Direktsaattechnik des Betriebes Graf aufzugreifen und selbst in die Direktsaat im Mais einzusteigen", so Frank Trauzettel, Leiter der Abteilung Bildung und Beratung am AELF Landshut. Für Direktsaat kann eine höhere KuLaP-Förderung beantragt werden als für die herkömmliche Mulchsaat.

Zusammenfassung der Vorteile:

  • Optimaler Erosionsschutz
  • Lebendiges Bodenleben
  • Guter Wasserhaushalt
  • Gute Befahrbarkeit
  • Minimaler Arbeitszeitbedarf
  • Hohe Flächenleistung
  • Einsparung von Diesel
Direktsaat Mais in die Mulchauflage

Optimaler Erosionsschutz

Tempo V8 eingeklappt

Minimaler Arbeitszeitbedarf

Rapsweißling auf Senf-Mulch

Lebendiges Bodenleben

Zu beachten bei der Direktsaat:

  • Höhere Anforderungen an Management und ackerbauliche Fähigkeiten
  • Technikverfügbarkeit
  • Maschinenkosten
  • Oberflächenerwärmung und Abtrocknen der Flächen im Frühjahr etwas verzögert
  • Herbizideinsatz ist notwendig
  • Auf Verdichtung in Fahrspuren achten

Ansprechpartner

Pablo Asensio
AELF Landshut
Klötzlmüllerstraße 3, 84034 Landshut
Telefon: 0871 603-1203
E-Mail: poststelle@aelf-la.bayern.de