Für Real- und Mittelschulen
Ernährungshandwerk erleben

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"Ernährungshandwerk erleben" - unter diesem Motto sollen Schülerinnen und Schüler der 7. bis 9. Jahrgangsstufe an bayerischen Mittel- und Realschulen die Spezialitäten des Ernährungshandwerks aus erster Hand kennen und wertschätzen lernen.

Das Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung an unserem Amt setzt das Projekt in Niederbayern um. Den Schulen werden Unterrichtsmaterialien bereitgestellt und der Kontakt zum Ernährungshandwerker vermittelt. Die Ernährungshandwerker erhalten vor Ort die Projekteinführung und werden vom Fachzentrum bei dem Besuch begleitet und unterstützt.
Aufgrund der Corona-Pandemien sind derzeit Besuche bei Ernährungshandwerkern nicht möglich. Wir informieren Sie, sobald die Umstände Besuche wieder ermöglichen.

Schulen ins Ernährungshandwerk

Allgäuer Bergkäse, Bayerische Breze, Nürnberger Rostbratwürste, Fränkischer Grünkern und Co. – Bayern ist über die Landesgrenzen hinaus für seine Spezialitäten bekannt. Fest mit der Esskultur sind die bayerischen Ernährungshandwerker und die von ihnen hergestellten Produkte verbunden. Deshalb bietet "Ernährungshandwerk erleben" Schülern die Gelegenheit, aktiv an der Produktion mitzuarbeiten. Im Projekt besuchen Schülerinnen und Schüler die Betriebsstätten vor Ort und stellen Bayerische Spezialitäten her. Ziel ist es, die Wertschätzung, das Bewusstsein für Qualität und Regionalität der Jugendlichen zu verbessern.

Ablauf des Projekts

Um dabei zu sein, melden sich bayerische Ernährungshandwerker sowie Mittel- und Realschullehrer der 7. bis 9. Jahrgangsstufe bei den Projektmanagern Ernährungsbildung am Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung an.

Unterstützung für Lehrer

Teilnehmende Lehrer erhalten kostenfreie Unterrichtsmaterialien, die sie zur Vor- und/oder Nachbereitung des Besuchs einsetzen können. Schülerinnen und Schüler lernen mithilfe dieser die Ernährungshandwerksberufe aus dem Blickwinkel der Bayerischen Spezialitäten kennen. Grundlage bildet die Bayerische Spezialitätendatenbank:

www.spezialitaetenland-bayern.de Externer Link

Einführung in das Projekt für Ernährungshandwerker

Voraussetzung zur Teilnahme ist ein Meisterbrief oder eine Berufsausbildung mit Ausbildereignungsprüfung. Zusätzlich wird ein Einführungsgespräch über das Projekt vom Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung vor Ort durchgeführt. Inhalte des Einführungsgesprächs sind: Informationen zum Projekt, Klärung organisatorischer Fragen, Hygienebestimmungen und die Vorbereitung auf den Schülerbesuch.
Für das Engagement und den Aufwand, den die Ernährungshandwerker betreiben müssen, um den Schülergruppen einen praktischen Einblick zu ermöglichen, erhalten sie eine Aufwandsentschädigung.

Ansprechpartnerin

Veronika Gruber
AELF Landshut
Klötzlmüllerstraße 3
84034 Landshut
Telefon: 0871 603-1308
Fax: 0871 603-1999
E-Mail: poststelle@aelf-la.bayern.de

Eindrücke

Sweetfactory Pfarrkirchen

Mittelschule Johanniskirchen besucht Sweetfactory Pfarrkirchen

Raus aus dem theoretischen Schultag, rein in die praktische Arbeitswelt von Ernährungshandwerkern – so lautet das Motto des Projektes. Die 23 Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse der Mittelschule Johanniskirchen besuchten gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Pöchmann am 6. März 2020 die Konditorei Sweetfactory in Pfarrkirchen.
Konditormeister Klaus Friederich begrüßte die Schüler und brachte Ihnen die Entdeckung, die geschichtlichen Hintergründe und das Ernten der Kakaobohnen näher. Neben vielfältigen Informationen zum Ernährungshandwerk drehte sich alles um das Herstellen von Schokoladenerzeugnissen vor Ort. Die Schüler lernten die verschiedenen Zutaten und Sorten der Schokolade kennen und durften auch gerne naschen. Von selbst hergestellten gefüllten Schokoladenpralinen den "Rottaler Weißbierpralinen" und gefüllten Schokoladentafeln bis hin zur selbst gedrehten Zuckerrose und einen Osterhasen konnten die Schüler einige Arbeitsschritte gut kennenlernen. Arbeitsschritte wie das Befüllen und das "Igeln" der Pralinen waren für die Schüler eine gute Abwechslung zum gewohnten Schulalltag.
Am Ende der Praxisstunden beantwortete Friederich die vorbereiteten Fragen der Schülerinnen und Schüler und bedankte sich für die eifrige Mitarbeit der Jugendlichen.
Schüler beim Befüllen von Pralinen

Befüllen von Pralinen

Übergabe Zertifikat von Projektleitung Veronika Gruber an Herrn Friederich

Projektleitung Veronika Gruber und Herr Friederich

Bäckerei Wolloner

Mittelschule Gerzen besucht Bäckerei Wolloner

Ein Besuch bei der Bäckerei Wolloner wurde für neun Schüler der Mittelschule Gerzen im Januar 2020 zum Ereignis. Neben vielfältigen Informationen zum Ernährungshandwerk drehte sich alles um die Produktion vor Ort. Die Schüler arbeiteten aktiv mit und konnten so ein regionaltypisches Produkt aus Bayern kennenlernen und wertschätzen.
Bäckermeister Stephan Wolloner erklärte, wie in seiner Bäckerei familiäre Tradition gelebt wird und warum ihm hochwertige, regionale Produkte wichtig sind. Er nahm sich auch gerne Zeit, um Details zur Herstellung und zum Ablauf zu erklären. Vor den Augen der Schüler stellte er einen Brezenteig her und erklärte dabei die einzelnen Arbeitsschritte. Mit Eifer produzierten die Schüler eigenständig ihre Brezenvariationen. Darauf folgte die Teigruhe, laugen, salzen und backen. Währenddessen erklärte Bäckermeister Stephan Wolloner die unterschiedlichen Getreide- und Mehlsorten und deren Ausmahlungsgrade. Er demonstrierte die Veränderung der Teigbeschaffenheit sobald eine Zutat fehlt und stellte die Notwendigkeit der fachgerechten Zubereitung dar.
Mit Stolz und Appetit nahmen die Schüler dann ihre selbst hergestellten Brezen in Empfang.

Bäckerei Straßburger

Mittelschule Kronwinkl-Ast besucht Bäckerei Straßburger

Was steckt hinter einer bayerischen Breze? Und wie wird diese hergestellt? So konnten 17 Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Kronwinkl-Ast im Februar 2020 im Zuge des Projekts "Ernährung macht Schule – Ernährungshandwerk erleben" die Bäckerei Straßburger in Kronwinkl besuchen.
Bäckermeister Ludwig Straßburger hatte für die Schülerinnen und Schüler ein interessantes Programm zusammengestellt. In der Backstube lernte die Klasse erstmals unter Anleitung des Bäckermeisters das Abwiegen der einzelnen Zutaten und die Produktionsschritte der bayerischen Breze kennen.
Am Ende der Praxisstunden beantwortete Straßburger die auftretenden Fragen und teilte die selbst hergestellten Brezen der Klasse aus.

Bierspezialitäten

Bierspezialitäten aus der Region entdecken

Wie riecht und schmeckt geröstete Gerste? Wie verwendet man eine Spindel? Im Zuge des Projekts "Ernährungshandwerk erleben" besuchten die Siebtklässler der Mittelschule Riedenburg mit ihren Lehrkräften im März 2019 die Riedenburger Brauerei Riemhofer. Die Schulkasse durfte aus erster Hand erfahren, wie in der Brauerei Qualität gelebt und sehr sorgfältig auf die Wahl hochwertiger und regionaler Produkte geachtet wird.
Bei einem Rundgang durch den Betrieb ließ Braumeister Friedrich Riemhofer die Rohstoffe zum Herstellen von Bier riechen, schmecken und fühlen. "Das erinnert mich an Kaffee," staunte ein Schüler beim Geruch gerösteter Gerste. Im Sudhaus zeigte der Braumeister, wie man die Dichte des Bieres mit Hilfe einer Spindel misst. Einige Schüler durften selbst einen Versuch starten und spindeln. Am Ende der Praxisstunden beantwortete Friedrich Riemhofer viele Fragen zum Berufsbild des Brauers.
Gersteverkostung Brauerei Riemhofer

Gersteverkostung

Schüler misst Dichte mit Spindel

Dichte messen

Spindelkontrolle

Spindelkontrolle

Heimische Biere

Heimische Biere zu Beginn ihrer Weltreise

Für 21 Sechstklässler der Jakob-Ihrler-Schule Ihrlerstein wurde der Besuch der Brauerei Schneider Weisse in Kelheim zum Erlebnis. Ausbildungsleiter und Leiter Qualitätssicherung Christian Seidl stellte den Schülern alle zum Bierbrauen benötigten Rohstoffe vor und erläuterte die einzelnen Schritte vom Ansetzen des Sudes bis zum Abfüllen des fertigen Bieres. Besonderes Highlight für die Schüler war die Besichtigung der Abfüllanlagen von oben. Hier werden stündlich 40.000 Flaschen abgefüllt. Die Spezialitäten der Brauerei Schneider Weisse werden von Kelheim aus in die ganze Welt exportiert.
Im Praxisteil zogen die Schüler im Labor Hefeproben und begutachteten sie unter dem Mikroskop . Sie wogen Gerstenmalz ab, sortierten die schlechten oder kranken Körner aus und konnten so die Qualität feststellen. "Es ist wichtig, dass die Schüler die Betriebe und Spezialitäten ihrer Heimatregion kennenlernen", so Michael Schmid, Lehrer der Grund- und Mittelschule Ihrlerstein, der die Schüler begleitete.