Coaching Kitaverpflegung

Kleiner Junge sitzt am Kita Esstisch mit einem Teller Essen vor sich und Löffel in der Hand.

Das Coaching unterstützt Kitas dabei, ihre Mittagsverpflegung gesund und qualitätsbewusst zu gestalten.

Was und wie Kinder essen und trinken, beeinflusst ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und Ernährungsverhalten. Die Kitaverpflegung leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Sie kann Vorbild für eine gesunde Ernährung sein, die gut schmeckt, nachhaltig und ökonomisch ist. Immer mehr Kitas wollen ihr Mittagessen entsprechend gestalten. Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Niederbayern unterstützt sie dabei mit dem Coaching Kitaverpflegung.

Coaching 2021 in Niederbayern

Bei Gruppenveranstaltungen, die dieses Jahr coronabedingt das erste Mal online stattfinden, erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wichtige Ideen und Anregungen für die Umsetzung der Bayerischen Leitlinien Kita- und Schulverpflegung – von der Gestaltung der Speisepläne bis hin zu mehr Nachhaltigkeit. Neben dem fachlichen Input profitieren sie auch von den Erfahrungen anderer Kitas.

Für die Optimierung gibt es jedoch kein Patentrezept. Jede Kita hat unterschiedliche Rahmenbedingungen. Deshalb erhalten die Einrichtungen auch individuelle Unterstützung. Gemeinsam mit allen Beteiligten suchen erfahrene Coaches nach individuellen Verbesserungsmöglichkeiten und unterstützen bei deren Umsetzungen.

Kindertagesstätte Konzell, Konzell

Ansicht Kita Konzell
Kindertagesstätte Konzell, Konzell
Eine Hauswirtschaftskraft bereitet in der Kita für ca. 50 Kinder täglich ein frisches Mittagessen zu - davon 10 Krippenkinder, 30 Kindergartenkinder, 10 Hortkinder. Die Kindergartenkinder essen in zwei Gruppen im Stüberl, Krippenkinder und Hortkinder essen jeweils in separaten Gruppen. Angeboten werden Kombinationen aus Hauptgericht, Beilagen und Nachtisch.
Am Vormittag wird in der Kita eine gemeinsame Brotzeit von einer weiteren Hauswirtschaftskraft zubereitet und angeboten.

Kindergarten Hl. Familie, Grafenau

Außenansicht Kindergarten Hl. Familie, Grafenau
Kindergarten Hl. Familie, Grafenau
Seit diesem Kitajahr 20/21 bietet die Einrichtung ein warmes Mittagessen an. An drei Tagen pro Woche werden ca. 20-25 Kinder aus Krippe und Kindergarten mit Mittagessen von einem Gasthaus aus der nächsten Umgebung beliefert. Das Mittagessen wird ggf. durch vor Ort zubereitete Speisen ergänzt wie z.B. Rohkost/Obst oder Dessert. Alle Kinder essen zur gleichen Zeit.

Kinderkrippe Rohrspatzen, Rohr

Außenansicht Kinderkrippe Rohr
Kinderkrippe Rohrspatzen, Rohr
Die Einrichtung wird von einem Bio-Speisenanbieter an 5 Tagen pro Woche mit Mittagessen beliefert. Derzeit nehmen täglich ca. 20 Kinder am Essen teil. Die Speisen werden im Cook & Chill - Verfahren zubereitet, gekühlt angeliefert und in der Einrichtung regeneriert. Angeboten werden Kombinationen aus Hauptspeise, Salat/Rohkost, Suppe und Obst/Nachspeise.

Ansprechpartnerinnen

Maria Reichmeyer
AELF Landshut
Klötzlmüllerstraße 3
84034 Landshut
Telefon: 0871 603-1310
Fax: 0871 603-1999
E-Mail: poststelle@aelf-la.bayern.de

Email 2: Schulverpflegung@aelf-la.bayern.de

Angela Dreier
AELF Landshut
Klötzlmüllerstraße 3
84034 Landshut
Telefon: 0871 603-1304
Fax: 0871 603-1999
E-Mail: poststelle@aelf-la.bayern.de

Email 2: Schulverpflegung@aelf-la.bayern.de

Jutta Semmler
AELF Landshut
Klötzlmüllerstraße 3
84034 Landshut
Telefon: 0871 603-1313
Fax: 0871 603-1999
E-Mail: poststelle@aelf-la.bayern.de

Email 2: Schulverpflegung@aelf-la.bayern.de

Rückblick

Coaching 2019/20 in Niederbayern

In gemeinsamen Veranstaltungen erhalten die Teilnehmer Ideen und Anregungen, um die Bayerischen Leitlinien Kitaverpflegung umzusetzen – von der Gestaltung der Speisepläne nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bis hin zu mehr Nachhaltigkeit. Zusätzlich begleiten Coaches die Einrichtungen ein Kitajahr lang vor Ort - gemäß dem Motto:

"Individuelles Coaching führt zu kreativen Lösungswegen."

Das Coaching startet im September 2019 und endet im Juli 2020.

Kindertageseinrichtung Teisnach

Eingangsbereich Kita Teisnach
Die Kindertagesstätte betreut 97 Kinder in Krippe bzw. Kindergarten. Fünf Tage pro Woche wird die Kita vom Seniorenheim mit einem warmen Mittagessen beliefert. Am Mittagessen nehmen 24 Krippenkinder und 60 Kindergartenkinder in einem separaten Essensraum teil, das die Hauswirtschaftskraft portioniert und ausgibt. Die Kosten für das Mittagessen übernimmt der Markt Teisnach.

Herausforderungen und Ziele

  • Die Kita möchte den Speiseplan abwechslungsreicher und ausgewogener nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gestalten.
    Die Kinder sollen auf neue und unbekanntere Speisen, insbesondere Gemüse-, Vollkorn- und Fischgerichte, neugierig gemacht werden. Hierzu bietet die Küche neue Gerichte an. Das pädagogische Personal erfasst die Akzeptanz.
  • Alle Beteiligten wollen das Wegwerfen von Lebensmitteln weiter gering halten. Wichtig ist hier die gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten.
  • Ein Verpflegungsleitbild als Teil der pädagogischen Konzeption soll erstellt werden.

Ergebnisse

  • Die aktuellen Speisepläne erfüllen die Empfehlungen der DGE. Zudem wurden die Zusatzstoff- und Allergenkennzeichnung überarbeitet. Vollkornprodukte und täglich Gemüsegerichte oder Salat/Rohkost sind im Speiseplan eingebaut und werden von den Kindern auch akzeptiert.
  • Neue Rezepturen und Speisen werden durch sofortige Rückmeldung an den Speisenanbieter hinsichtlich der Akzeptanz überprüft und angepasst, so dass die bisher geringe Menge an Essensresten beibehalten wird.
  • Soweit wie möglich werden regionale, saisonale Lebensmittel verwendet.
  • Ein schriftliches Verpflegungsleitbild zum Mittagessen wurde formuliert und in das Konzept der Einrichtung aufgenommen. Es wird auf der neu gestalteten Homepage vorgestellt, um den Stellenwert einer guten Verpflegung der Kinder nach außen zu kommunizieren.

Stimmen zum Coaching

  • Kita-Team: Durch das Coaching erhielt unsere Catering-Küche St. Margareta eine fachgerechte Anleitung zur Planung der Mittagsverpflegung in unserer Kita.
    Die Optimierung der Speisepläne kommt bei den Kindern sehr gut an. Unsere "Monster und Geistersuppe" (jeweils Gemüsesuppe) sind inzwischen ihre Lieblingssuppen.
    Auch die neuen (Vollkorn-) Nudelgerichte stehen bei den Kindern hoch im Kurs.
    Es war für alle Teilnehmer eine sehr konstuktive Zusammenarbeit, die wir nur weiterempfehlen können!
  • Coach: Das neu etablierte Essensgremium war der Wegbereiter für die schnelle Umsetzung aller Maßnahmen.

Kath. Kindergarten Kleiner Tiger und Kleiner Bär & Kinderkrippe Pusteblume, Mainburg

Außenansicht Kindergarten Mainburg
Im Kindergarten werden täglich 159 Kinder und in der Kinderkrippe Pusteblume 12 Kinder betreut. Eine warme Mittagsverpflegung an fünf Tagen pro Woche wird angeboten, täglich nehmen ca. 60 Kinder daran teil. Die Kita wird mit Tiefkühlwaren (schockgefrostet) beliefert. Vor Ort wird das Essen von den Küchenkräften regeneriert und je nach Tagesmenü mit Suppe, Salat, Gemüse oder frischen Nachtisch ergänzt.

Herausforderungen und Ziele

  • Die Kita möchte den Speiseplan nach den Vorgaben der DGE optimieren. Es sollen mehr Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, täglich Gemüse und mehr Abwechslung auf den Speiseplan. Zudem soll der Anteil an Biogerichten gesteigert und die Kennzeichnung von Zusatzstoffen und Allergenen optimiert werden.
  • Kinder und Erziehungspersonal sollen durch ein geeignetes Rückmeldesystem die Speisen bewerten können, damit die Wertschätzung der Mittagsverpflegung erhöht wird.
  • Die Kommunikation zwischen Verpflegungsverantwortliche, Träger und Leitungen soll gestärkt werden.
  • Zur Erweiterung des Konzeptes wird ein Verpflegungsleitbild der Einrichtung erstellt.

Ergebnisse

  • Um die Kommunikation zwischen allen Verantwortlichen zu stärken, wurden Meetings im 4-Wochen-Rhythmus eingeführt unter Einbindung des Trägers. Dies trägt dazu bei, dass viele Ziele erreicht werden.
  • Die Anschaffung von Speise- und Serviergeschirr und die Optimierung der Speisenausgabe erleichtert die Arbeit enorm.Speisepläne entsprechen zu 100 % den Vorgaben der DGE. Fleischgerichte wurden durch vegetarische Gerichte ersetzt, mehr Vollkorngerichte, Gemüse, Salate und Obst eingeführt. Ungesüßte Getränke werden zu Tisch gereicht und gut akzeptiert. Der Bio-Anteil konnte gesteigert werden.
  • Der Aushang des Speiseplans in allen Gruppen wurde verschönert und gemeinsam mit den Kindern in den verschiedenen Gruppen Tischsets gebastelt. Kinder beteiligen sich am Tischdienst und sind davon begeistert.
  • Mit einem neu eingeführten Rückmeldesystem für Kinder und Erzieherinnen wird die Akzeptanz der Speisen kontrolliert und auf Lebensmittelreste geachtet. Zusätzliche Ersparnis brachte die Umstellung des Bestellsystems, damit rechtzeitig die Esssenszahl für die Köchin bekannt ist.
  • Ein Verpflegungsleitbild wurde für Krippe und Kita getrennt erstellt und in das pädagogische Konzept eingebunden. Durch die Darstellung auf der Homepage wird der Wert einer guten Mittagsverpflegung nach außen kommuniziert.

Stimmen zum Coaching:

  • Kitaleitung: "Es war sehr herausfordernd, alle Meinungen unter einen Hut zu bringen. Ich bin stolz, dass wir es gemeinsam geschafft haben, ein gutes und umsetzbares Konzept zu entwickeln."
  • Küchenkraft: "Das Coaching war eine gute Erfahrung in unserer Einrichtung und ich freue mich, dass ich mitmachen durfte. Wenn alle an einem Stang ziehen, können wir das Erlernte nachhaltig einhalten und weiterentwickeln."
  • Kindergartenkind: "Ich find's cool, dass man das Mittagessen selber holen kann. Das schmeckt so lecker!"
  • Coach: "A und O ist eine gute Kommunikation im Essensgremium."

Kindergarten St. Anna, Freyung

Außenansicht Kita St. Anna Freyung
Der Kindergarten St. Anna in Freyung bietet Platz für 95 Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren. Zur Verpflegung von 49 Kindern - inklusive der 14 Schulkinder - wird der Kindergarten von einem regionalen Speisenanbieter mit warmen Speisen beliefert. Die Kinder essen versetzt in drei Schichten.

Herausforderungen und Ziele

  • Die Kita möchte den Speiseplan nach den Vorgaben der DGE optimieren. Die Menüzusammenstellung soll abwechslungsreicher und vielfältiger werden. Vollkornprodukte, Salat und Rohkost, mehr Fischgerichte sowie regionale und saisonale Lebensmittel sollen in den Speiseplan integriert werden.
  • Unter Einbindung der Eltern soll die Aktzeptanz der gesundheitsförderlichen Mittagsverpflegung gestärkt werden.
  • Zur Ergänzung der Konzeption soll ein Verpflegungsleitbild erarbeitet und die Kennzeichnung der Zusatzstoffe und Allergene auf dem Speiseplan anschaulich gestaltet werden.

Kindertageseinrichtung St. Elisabeth, Straubing

Eingangsbereich Kita St. Elisabeth Straubing
Die Kindertagesstätte betreut ca. 75 Kinder in Krippe bzw. Kindergarten. Fünf Tage pro Woche wird die Kita von einem Caterer mit warmem Mittagessen beliefert. Am Mittagessen nehmen 15 Krippenkinder und 36 Kindergartenkinder teil, die in drei Gruppen in zwei Schichten essen. Angeboten werden Kombinationen aus Hauptgericht, Beilagen und Nachtisch.

Herausforderungen und Ziele

  • Neben der Optimierung des Speiseplans soll ein Verpflegungsleitbild in die Konzeption der Kita mit aufgenommen werden. Unruhe bzw. Lärm beim Essen sollen reduziert werden. Weitere Themen sind die Umsetzung der Hygienevorschriften und Kennzeichnungspflicht. Gewünscht ist ein Rückmeldesystem zum Essen sowie mehr Partizipation der Kinder beim Thema Essen.

Lösungswege

  • Ein erster Speiseplancheck ergab, dass zur Verbesserung des Speiseplans weniger Nachspei-sen, mehr Rohkost und Salat angeboten werden sollten.
  • Zur Lärmreduktion werden Abläufe bei der Essensausgabe überdacht und Veränderungen ausprobiert.
  • Tipps zur optimalen Umsetzung der Hygienevorschriften wurden besprochen.

Ergebnisse

  • Die Essenszeiten wurden verändert. Somit erfolgt keine Abholung von Kindern während der Essenszeiten mehr, wodurch Unruhe und Lärm reduziert werden konnten.
  • Die angedachten Maßnahmen im Hygienebereich wurden bereits umgesetzt, z. B. Schürzen für das Ausgabepersonal, Temperaturmessungen.
  • Die Allergenkennzeichnung im Speiseplan wurde vom Caterer überarbeitet. Zusätzlich wurde der Speiseplan mit Symbolen zur Kennzeichnung der Tierart und der vegetarischen Speisen ergänzt.
  • Ein täglicher Rückmeldebogen für den Caterer zu Geschmack, Akzeptanz und Menge des Essens wurde erstellt.
  • Die aktuellen Speisepläne erfüllen die Empfehlungen der DGE zu 80 bis 90 %. Mehr Vollkornprodukte, Obst und Gemüse oder Salat sind im Speiseplan eingebaut und werden gut von den Kindern akzeptiert. Außerdem enthält der Speiseplan weniger süße Nachspeisen. Portionsgrößen wurden überprüft und optimiert.
  • Der Anteil an regionalen Lebensmitteln konnte erhöht werden.
  • Ein schriftliches Verpflegungsleitbild zum Mittagessen wurde formuliert und wird langfristig in das Konzept der Einrichtung aufgenommen.
Stimmen zum Coaching

Coach: "Durch die gute Kommunikation im Essensgremium konnten sehr schnell erste Maßnahmen umgesetzt werden."
Kita-Leitung: "Wir sind sehr zufrieden - unser Mittagessen ist abwechslungsreich, kindgerecht, frisch und schmackhaft! Es kommt auch bei den Kindern sehr gut an."